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Sicher leben in Oberhausen

Polizeipräsidium Oberhausen
Sicher leben in Oberhausen
Die Bekämpfung der Wohnungseinbrecher ist unser gemeinsames Ziel. Daran arbeiten alle Oberhausener Polizisten gemeinsam und zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern.
In unserem Sicherheitsprogramm ist die mittelfristige Schwerpunktsetzung der polizeilichen Arbeit für die Jahre 2013 bis 2017 festgeschrieben. Die strategische Ausrichtung umfasst dabei die Festlegung der Behördenziele und die zur Zielerreichung erfolgversprechenden Maßnahmen (Erfolgsfaktoren).

In Fortschreibung des Sicherheitsprogramms definiert die Behördenleitung als direktionsübergreifende Behördenziel die

              Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität

Natürlich arbeitet die Oberhausener Polizei auch weiterhin verstärkt an der Bekämpfung von Taschendiebstählen, der Verhinderung von Verkehrsunfällen mit verunglückten Senioren im Alter von 65, dem Entgegenwirken von Verkehrsvergehen, wie Fahren unter Alkoholeinwirkung und Drogeneinfluss oder unangepasste Geschwindigkeit.

Alle Maßnahmen sollen zusammengenommen das Sicherheitsgefühl der Oberhausener Bürger stärken und positiv beeinflussen. Daneben ist in der Behördenstrategie festgelegt, welche direktionsübergreifenden Teilziele und Maßnahmen für die jeweilige Zielerreichung Erfolg versprechend sind, wie zum Beispiel kurze Einsatzreaktionszeiten oder die Ahndung von Geschwindigkeitsüberschreitungen.

#OberhausenerKonzept

Als besonders erfolgreich hat sich aber das Oberhausener Konzept zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität etabliert. Im ersten Quartal 2013 wurde bei der Auswertung der Fallzahlen deutlich, dass in den ersten Monaten die gemeldeten Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet rasant zugenommen hatten. Um diesem Trend schnellstmöglich entgegen zu wirken, trat am 01.04.2013 ein neu erarbeitetes Konzept zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität in Kraft.

Kernelement des Konzeptes war die (innovative) zentrale Koordinierung unterschiedlicher Maßnahmen von unterschiedlichen Organisationen (direktionsübergreifendes Konzept). Diese Innovation stellt zugleich auch die größte Herausforderung an alle Beteiligten.

Die Leiter der Direktionen Gefahrenabwehr / Einsatz (GE), Verkehr (V) und der Zentralabteilung / Verwaltung (ZA) „unterstellten“ ihre Mitarbeiter teilweise dem Konzeptverantwortlichen Kriminaldirektor Uwe Mainz, der die Direktion Kriminalität (K) leitete.
Die nachgeordneten Vorgesetzen aller Direktionen mussten den Einsatz und die Aktivitäten ihrer  Organisationseinheiten in Teilen den Bedürfnissen und Anforderungen des Konzeptverantwortlichen nachordnen und alle (Konzept-)Unterabschnittsführer mussten sich direktionsübergreifend auf ein gemeinsam abgestimmtes, schlagkräftiges Vorgehen einigen. 

Bereits nach einer kurzen „Eingewöhnungsphase“ zeigten sich bereits die ersten Erfolge in Form von Festnahmen und zahlreichen Ermittlungsansätzen zur Aufhellung der kriminellen Strukturen. Damit war der gemeinsame Kampf gegen die Wohnungseinbruchskriminalität manifestiert und ging den daran beteiligten Polizisten und Mitarbeitern im Polizeipräsidium Oberhausen in „Fleisch und Blut“ über. 

Konzeptziele

Diese Gesamtkonzeption beinhaltete nicht nur Repressions- und Präventionsmaßnahmen, sondern setzte auch die Inhalte der Landeskampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ konsequent um.
Mit dem Konzept sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Senkung der Fallzahlen
  • Eine weitere Steigerung der bereits über dem Landesdurchschnitt liegenden Aufklärungsquote
  • Steigerung des Versuchsanteils
  • Sicherung der Wohnungen gegen Einbrüche zu verbessern
  • Aufmerksamkeit für verdächtige Wahrnehmungen zu steigern
  • Verstärkte Opfernachsorge nach einem Einbruch
     

Die Bausteine als Erfolgsfaktoren

Waren vor dem #OberhausenerKonzept die Direktionen fast ausschließlich auf die Bewältigung der Herausforderungen in ihrem Fachbereich fokussiert, stellten ab April 2013 alle ihre Manpower, Spezial- und Fachwissen konsequent in den Dienst des einzigen und gemeinsamen Behördenziels.

Groß angelegte Schwerpunktaktionen auf zentralen Einfallstraßen waren bald Stadtgespräch. Medienvertreter begleiteten die Kontrollaktionen an den Stadtgrenzen, an denen Polizisten nach den typischen Fahrzeugen reisender Wohnungseinbrecher fahndeten. Gezielt wurden die vornehmlich auswärtigen Fahrzeugführer und ihre Beifahrer aus dem fließenden Verkehr herausgewunken und genau überprüft.

Informationsgewinnung

Zahlreiche neue Erkenntnisse über immer wieder bei Wohnungseinbrüchen verwendete Fahrzeuge, deren Halter und Scheinhalter, die unterschiedlichen Konstellationen der Fahrer und Beifahrer, ihre Aufenthaltsorte und Kontaktpersonen, sowie die von ihnen verwendeten Telefone wurden akribisch dokumentiert und zentral ausgewertet.

Neben den aufsehenerregenden Aktionen nahmen auch Streifenwagenbesatzungen (GE) und Bezirksbeamte (GE) die verdächtigen Fahrzeuge und Personen ins Visier. Bei den täglichen Geschwindigkeitskontrollen richtete auch der Verkehrsdienst (V) seinen Fokus auf die reisenden Kriminellen.

Nach wenigen Monaten erreichten täglich mehrere Berichte über verdächtige Personen, Fahrzeuge und Vorgänge die AStAK-Mitarbeiter. 

Informationsauswertung

Als zentraler Baustein im #OberhausenerKonzept war bereits im ersten Konzeptentwurf die Einrichtung einer zentralen Auswertestelle vorgesehen. In der Auswertestelle für allgemeine Kriminalität (AStAK) liefen alle relevanten „Erstlagemeldungen“ zusammen. Ein erfahrener Kriminalbeamter übernahm mit Unterstützung   einer Angestellten die neuen Daten in eine Datenbank.

Diese spezielle Software ordnet den erfassten Personen Fahrzeuge, Telefone, Ereignisse, Tatorte, Mittäter, Unterstützer und andere Informationen zu und visualisiert sie bei Bedarf.

Viele tausend Datensätze bildeten zukünftig die Basis für die Ermittler im Kriminalkommissariat 22 oder die Zivilfahnder vom Einsatztrupp Kriminalitätsbekämpfung, dem Oberhausener ET-K-.