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Sicher leben in Oberhausen

Polizeipräsidium Oberhausen
Sicher leben in Oberhausen
Die Bekämpfung der Wohnungseinbrecher ist unser gemeinsames Ziel. Daran arbeiten alle Oberhausener Polizisten gemeinsam und zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Im Sicherheitsprogramm beschreiben wir die Schwerpunkte unserer polizeilichen Arbeit für die Jahre 2018 bis 2019. Die strategische Ausrichtung umfasst dabei die Festlegung der Behördenziele und die zur Zielerreichung erfolgversprechenden Maßnahmen.

In Fortschreibung des Sicherheitsprogramms definiert die Behördenleitung als direktionsübergreifende Behördenziele die

              Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität

und die

              Bekämpfung der Taschendiebstahlskriminalität

Natürlich hat die Oberhausener Polizei auch weiterhin die Sicherheit der Radfahrer im Fokus und arbeitet verstärkt an der konsequenten Verfolgung von Verkehrsverstößen. Dabei steht insbesondere die Entwicklung der Unfallbeteiligung von Pedelecs und S-Pedelecs unter besonderer Beobachtung.

Alle Maßnahmen sollen zusammengenommen das Sicherheitsgefühl der Oberhausener Bürger stärken und positiv beeinflussen. Daneben ist in der Behördenstrategie festgelegt, welche direktionsübergreifenden Teilziele und Maßnahmen für die jeweilige Zielerreichung Erfolg versprechend sind, wie zum Beispiel kurze Einsatzreaktionszeiten, gezielte polizeiliche Präsenz im Stadtgebiet oder die Bekämpfung der Ursachen von Verkehrsunfällen mit Personenschaden, insbesondere Geschwindigkeit, Alkohol / Drogen und verbotswidrige Nutzung von Mobiltelefonen.

Erfolgreiches #OberhausenerKonzept

Als besonders erfolgreich hat sich aber das Oberhausener Konzept zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität etabliert. Im ersten Quartal 2013 wurde bei der Auswertung der Fallzahlen deutlich, dass in den ersten Monaten die gemeldeten Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet rasant zugenommen hatten. Um diesem Trend schnellstmöglich entgegen zu wirken, trat am 01.04.2013 ein neu erarbeitetes Konzept zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität in Kraft.

Bereits nach einer kurzen „Eingewöhnungsphase“ zeigten sich bereits die ersten Erfolge in Form von Festnahmen und zahlreichen Ermittlungsansätzen zur Aufhellung der kriminellen Strukturen. Damit war der gemeinsame Kampf gegen die Wohnungseinbruchskriminalität manifestiert und ging den daran beteiligten Polizisten und Mitarbeitern im Polizeipräsidium Oberhausen in „Fleisch und Blut“ über. 

Direktionsübergreifende Koordination

Seitdem ist das Kernelement des Konzeptes die (innovative) zentrale Koordinierung unterschiedlicher Maßnahmen von unterschiedlichen Organisationen (direktionsübergreifendes Konzept). Diese Innovation stellt zugleich auch die größte Herausforderung an alle Beteiligten.

Die Leiterinnen und Leiter der Direktion Kriminalität (K), Direktionen Gefahrenabwehr / Einsatz (GE), Verkehr (V) und der Zentralabteilung / Verwaltung (ZA) „unterstellten“ ihre Mitarbeiter teilweise dem Konzeptverantwortlichen Kriminaloberrat Jörg Heun.

Die nachgeordneten Vorgesetzen aller Direktionen müssen den Einsatz und die Aktivitäten ihrer  Organisationseinheiten in Teilen den Bedürfnissen und Anforderungen des Konzeptverantwortlichen nachordnen. Alle (Konzept-) Unterabschnittsführer müssen sich direktionsübergreifend auf ein gemeinsam abgestimmtes, schlagkräftiges Vorgehen einigen. 

Anzahl der Wohnungseinbrüche halbiert

Seitdem ging die Zahl der angezeigten Wohnungseinbrüche kontinuierlich zurück. Im vergangenen Jahr (2017) sank sie noch einmal um mehr als 35 Prozent und beläuft sich auf 484 Taten. Im Jahr 2016 waren es noch 745. Damit wurde das im Jahr 2013 anvisierte Ziel einer Halbierung der Wohnungseinbrüche bis 2017 sogar noch übertroffen.

Konzeptziele

Diese Gesamtkonzeption beinhaltete nicht nur Repressions- und Präventionsmaßnahmen, sondern setzte auch die Inhalte der Landeskampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ konsequent um.
Mit dem Konzept sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Senkung der Fallzahlen
  • Eine weitere Steigerung der bereits über dem Landesdurchschnitt liegenden Aufklärungsquote
  • Steigerung des Versuchsanteils
  • Sicherung der Wohnungen gegen Einbrüche verbessern
  • Aufmerksamkeit für verdächtige Wahrnehmungen steigern
  • Verstärkte Opfernachsorge nach einem Einbruch
     

Die Bausteine als Erfolgsfaktoren

Waren vor dem #OberhausenerKonzept die Direktionen fast ausschließlich auf die Bewältigung der Herausforderungen in ihrem Fachbereich fokussiert, stellten ab April 2013 alle ihre Manpower, Spezial- und Fachwissen konsequent in den Dienst des einzigen und gemeinsamen Behördenziels.

Groß angelegte Schwerpunktaktionen auf zentralen Einfallstraßen waren bald Stadtgespräch. Medienvertreter begleiteten die Kontrollaktionen an den Stadtgrenzen, an denen Polizisten nach den typischen Fahrzeugen reisender Wohnungseinbrecher fahndeten. Gezielt wurden die vornehmlich auswärtigen Fahrzeugführer und ihre Beifahrer aus dem fließenden Verkehr herausgewunken und genauestens überprüft.

Informationsgewinnung

Zahlreiche neue Erkenntnisse über immer wieder bei Wohnungseinbrüchen verwendete Fahrzeuge, deren Halter und Scheinhalter, die unterschiedlichen Konstellationen der Fahrer und Beifahrer, ihre Aufenthaltsorte und Kontaktpersonen, sowie die von ihnen verwendeten Telefone wurden akribisch dokumentiert und zentral ausgewertet.

Neben den aufsehenerregenden Aktionen nahmen auch Streifenwagenbesatzungen (GE) und Bezirksbeamte (GE) die verdächtigen Fahrzeuge und Personen ins Visier. Bei den täglichen Geschwindigkeitskontrollen richtete auch der Verkehrsdienst (V) seinen Fokus auf die reisenden Kriminellen.

Nach wenigen Monaten erreichten täglich mehrere Berichte über verdächtige Personen, Fahrzeuge und Vorgänge die AStAK-Mitarbeiter. 

Informationsauswertung

Als zentraler Baustein im #OberhausenerKonzept war bereits im ersten Konzeptentwurf die Einrichtung einer zentralen Auswertestelle vorgesehen. In der Auswertestelle für allgemeine Kriminalität (AStAK) liefen alle relevanten „Erstlagemeldungen“ zusammen. Ein erfahrener Kriminalbeamter übernahm mit Unterstützung   einer Angestellten die neuen Daten in eine Datenbank.

Diese spezielle Software ordnet den erfassten Personen Fahrzeuge, Telefone, Ereignisse, Tatorte, Mittäter, Unterstützer und andere Informationen zu und visualisiert sie bei Bedarf.

Viele tausend Datensätze bildeten zukünftig die Basis für die Ermittler im Kriminalkommissariat 22 oder die Zivilfahnder vom Einsatztrupp Kriminalitätsbekämpfung, dem Oberhausener ET-K-.