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Verkehrsbericht 2021

Frau Walbrodt im Pressegespräch.
Verkehrsbericht 2021
Sicher leben in Oberhausen
Am 14. März 2021 präsentierte Direktionsleiterin Verkehr Julitta Walbrodt den "Verkehrsbericht Oberhausen 2021". Aufgrund der aktuellen Situation konnte keine Pressekonferenz stattfinden. Die Zahlen können aber im aktuellen Verkehrsbericht 2021 (siehe rechts) nachgelesen werden. Hier finden sich neben der Beschreibung der Entwicklungen und Tendenzen des vergangenen Jahres, auch ein Auszug aus der Verkehrsunfalldatei, der tabellarisch eine Übersicht über die Verkehrsunfallentwicklung in Oberhausen ermöglicht. Außerdem spricht Direktionsleiterin Julitta Walbrodt im Interview über die Herausforderungen des vergangenen Jahres sowie über die Schwerpunkte, die zukünftig im Fokus der Direktion liegen werden.

Anzahl der Verkehrsunfälle ist leicht gesunken


Auch im Jahr 2021 ist die Anzahl der Verkehrsunfälle in Oberhausen die niedrigste der vergangenen zehn Jahre. Im Jahr 2021 waren es insgesamt 6.633 Verkehrsunfälle und somit 125 weniger als im Vorjahr (2020: 6.758). Das sind 1,85 Prozent Unfälle weniger. Zum Vergleich hat es im ersten Pandemiejahr 14,85 Prozent weniger Unfälle gegeben als im Vorjahr (2019: 7.937; 2020: 6.758). Die Unfallhäufigkeitszahl (Anzahl der Verkehrsunfälle je 100.000 Einwohner) beträgt im Jahr 2021 3.165 und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 41 verbessert.

Erneut deutlich weniger Verunglückte


Die Anzahl der Verunglückten ist mit insgesamt 488 im Jahr 2021 um 121 zurückgegangen (2020: 609). Das ist das dritte Mal in Folge der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre.

Ein positiver Trend ist bei der Anzahl der leichtverletzten Personen im Straßenverkehr zu verzeichnen. Im Jahr 2021 waren es 426 Leichtverletzte, im Jahr zuvor noch 120 mehr (2020: 546). Das ist ein Rückgang um 21,98 Prozent. Im Jahr 2019 waren es noch 677 leicht verletzte Personen im Straßenverkehr.
Auch im Bereich der schwer verletzten Personen nach einem Verkehrsunfall ist der niedrigste Wert der letzten zehn Jahre festzustellen. Die Zahl sank von 62 (2020) auf 60 (2021). Das sind 3,23 Prozent weniger Schwerverletzte als im Vorjahr. Im Jahr 2019 waren es noch 92 schwer verletzte Personen.
Im Jahr 2021 sind zwei Personen nach einem Verkehrsunfall gestorben. 2020 war es eine Person, die auf diese Weise ihr Leben verloren hat.


Hohe Anzahl von Unfällen mit leichten Sachschäden


In der Statistik ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit leichtem Sachschaden auf 1.389 angestiegen. Waren es im Jahr 2020 noch 4.696 dieser Unfälle, so ist die Zahl im Jahr darauf auf insgesamt 6.085 angestiegen. Das ist jedoch mit einer veränderten statistischen Erfassung zu erklären. Und zwar werden seit 2021 die Verkehrsunfälle der Kategorie 5 mit Flucht dazugerechnet.


Weniger verletzte Kinder


Eine gute Nachricht ist, dass im Jahr 2021 die niedrigste Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Kinder erfasst worden ist. Waren es im Jahr 2020 noch 60 Kinder, so fiel die Zahl im Jahr 2021 auf insgesamt 38. Das sind 36,67 Prozent weniger als im Vorjahr. Gerade angesichts der pandemiebedingten Unterrichtsausfälle, sowie der Absage vieler Veranstaltungen zum Thema Verkehrssicherheit, war zu befürchten, dass diese Zahlen steigen würden. Umso mehr werden die Maßnahmen angezogen, um Fußgänger- und Fahrradtrainings nachzuholen und umzusetzen.


Weniger Fahrradunfälle mit Kindern


Im Jahr 2021 sind zehn Fahrradunfälle weniger mit Kindern registriert worden als im Vorjahr (2020: 19; 2021: 9). Das sind 52,63 Prozent weniger.


Weniger verletzte Jugendliche


Zu der Gruppe der Jugendlichen werden alle 15- bis 17-Jährigen gezählt. Die Anzahl der verunglückten Jugendlichen ist im Jahr 2021 um zehn Fälle gesunken. Waren es im Jahr 2020 noch insgesamt 28 verletzte Jugendliche, so fiel die Zahl ein Jahr später auf 18.


Zwei der Verletzten waren passive Verkehrsteilnehmer (2020: 8). Wie auch bei den verletzten Kindern, sank die Anzahl der Jugendlichen, die bei einem Fahrradunfall zu Schaden gekommen sind (2020: 9; 2021: 5). Anders als im Vorjahr verletzte sich im Jahr 2021 kein Jugendlicher bei der Fahrt mit einem Pedelec (2020: 1). Als Fußgänger im Straßenverkehr sind insgesamt fünf Jugendliche verletzt worden (2020: 6). Unverändert geblieben ist der Wert der verletzten Jugendlichen als motorisierte Zweiradfahrer (2020: 5; 2021: 5).


Anzahl der verletzten jungen Erwachsenen ist weiterhin niedrig


Alle Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren werden der Gruppe der jungen Erwachsenen zugeordnet. Im Jahr 2021 sind 82 junge Erwachsene verletzt worden. Im Jahr 2020 lag dieser Wert bei 83. Das ist zwar nur ein Fall weniger als im Jahr zuvor, dennoch ist dies im Vergleich der letzten Jahre der niedrigste Wert.

Weniger verletzte Senioreninnen und Senioren (+65)


Die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Seniorinnen und Senioren betrug im Jahr 2021 insgesamt 72. Das sind acht weniger als im Vorjahr (2020: 80).


Davon sind insgesamt zwölf bei der Fahrt mit dem Fahrrad verletzt worden (2020: 18). Das sind sechs weniger als im Vorjahr. Ebenfalls zwölf Verletzte wurden als Pedelec-Fahrende registriert. Das ist ein Unfall weniger als im Vorjahr (2020: 13). Die Unfälle mit einem Pedelec werden seit 2018 erfasst. Damals lag die Anzahl bei insgesamt vier Unfällen. Dieser Wert ist seitdem, mit steigender Beliebtheit und damit einhergehender Mobilität der älteren Generation, stetig gestiegen.


Insgesamt 18 Fußgängerinnen und Fußgänger dieser Altersklasse sind im Jahr 2021 verunglückt - das sind drei Verletzte mehr als noch im Vorjahr (2020: 15). Als passiver Teilnehmender eines Unfalls waren neun Seniorinnen und Senioren verwickelt. Im Jahr 2020 waren es 14. Das sind 35,71 Prozent weniger als im Vorjahr.


Anzahl verletzter motorisierter Zweiradfahrer deutlich gesunken


Im Jahr 2021 ereigneten sich 63 Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern und damit sechs weniger als im Vorjahr (2020: 69). Die Anzahl der verunglückten motorisierten Zweiradfahrenden liegt bei 49 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr gesunken (2020: 52).


Weniger verletzte Fahrradfahrende


Nachdem im Jahr 2020 die Anzahl der verunglückten Fahrradfahrenden angestiegen war, ist die Zahl im Jahr 2021 wieder rückläufig. Die Anzahl der verunglückten Radfahrenden ist im Jahr 2021 auf insgesamt 124 gesunken. Das sind 39 Verunglückte weniger als im Vorjahr (2020: 163).


Unfallfluchten - Zahlen deutlich niedriger


Im Jahr 2021 waren es 1.376 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer, die nach einem Unfall den Schaden nicht gemeldet haben und einfach weitergefahren sind (im Jahr 2020 waren es 1.557). Das sind 181 Fälle weniger als im Vorjahr. Das ist der niedrigste Wert in den vergangenen neun Jahren. In der Regel finden Verkehrsunfallfluchten im Zusammenhang mit dem ruhenden Verkehr statt, wobei die Sachschäden in der Regel gering sind. Dass die Unfallverursacher dennoch einfach wegfahren, ohne den Schaden zu melden, könnte auf großen oder unübersichtlichen Parkplätzen mit dem eher geringen Entdeckungsrisiko zusammenhängen. Der Anteil der Verkehrsunfallfluchten an den Gesamtunfällen liegt bei 20,7 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozentpunkte gesunken (2020: 23,0).


Anzahl der Unfallfluchten mit Personenschaden nahezu unverändert


Im Jahr 2021 waren es 39 Unfälle, bei denen Menschen verletzt worden sind und die beteiligten Fahrzeugführerinnen bzw. Fahrzeugführer einfach weitergefahren sind. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um acht gesunken. Im Jahr 2020 lag sie bei 47. Das ist immerhin der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre.
Diese Fälle, bei denen die beteiligten Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer einfach den Unfallort verlassen, ohne sich um die Beteiligten in dem Unfall zu kümmern, gehen die Ermittlerinnen und Ermittler des Verkehrskommissariats mit besonderer Priorität nach. Die Aufklärungsquote im Bereich Unfallflucht mit Personenschaden liegt bei 61,54 Prozent. Das bedeutet, dass mehr als jede zweite dieser Unfallfluchten aufgeklärt wird. Sie ist um 0,16 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gesunken (2020: 61,70).


Alkohol und Drogen am Steuer


Die Entwicklung der Verkehrsunfälle unter Alkohol- und Drogeneinwirkung in Oberhausen liegt mit 72 Fällen auf einem ähnlichen Niveau wie auch schon im Vorjahreszeitraum (2020: 70). Waren es im Jahr 2020 noch 57 Fahrzeugführende, die alkoholisiert an einem Unfall beteiligt waren, so wurden ein Jahr später 58 Personen gezählt.

 

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