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Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik

OB Bild Verkehsbericht 2017
Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik
2017 weniger Verkehrsunfällen mit Verletzten
Am 23. Februar 2018 stellte Polizeipräsident Ingolf Möhring gemeinsam mit der Direktionsleiterin Verkehr Julitta Gotzner den "Verkehrsbericht Oberhausen 2017" vor. Der Bericht beschreibt unterschiedliche Entwicklungen und Tendenzen und erläutert polizeiliche Maßnahmen.

Positiver Verkehrstrend 2017

Zahl von Unfällen mit Verletzten rückläufig

Am Freitag, 23. Februar 2018, hat die Polizei Oberhausen die aktuellen Statistiken für das Jahr 2017 präsentiert. Es zeigt sich: Die Maßnahmen der Polizei zeigen Wirkung, denn obwohl die Zahl der Verkehrsunfälle leicht angestiegen ist, ist ein Rückgang der schweren Unfälle sowie der Unfälle mit Verletzten zu verzeichnen.

Polizeikontrollen und Sensibilisierung der Bevölkerung

Eine positive Entwicklung wird beim Blick auf die Statistiken deutlich: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden ist von 611 im Jahr 2016 auf 597 im Jahr 2017 gesunken und die der schweren Schäden ist mit 37 (2017) rückläufig (Vergleich: 43 im Jahr 2016). „Deshalb“, so der Polizeipräsident Ingolf Möhring, „arbeiten wir entschlossen daran, diesen Trend weiter auszubauen. Das gelingt uns zum einen durch die Polizeipräsenz in der Stadt, also flächendeckende Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrskontrollen. Und zum anderen durch unsere intensive Präventionsarbeit. Die Sensibilisierung unserer Bürgerinnen und Bürger ist eine der wichtigsten Säulen der Verkehrssicherheitsarbeit.“

Ursachen der Unfälle bekämpfen

Bei den Hauptunfallursachen stehen Fehler beim Abbiegen und Wenden mit einem Anteil von fast 48,10 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Abstandsverstößen, die zu Verkehrsunfällen geführt haben, mit 15,21 Prozent. Einen großen Anteil nehmen außerdem mit 13,55 Prozent Vorfahrtsverstöße und Missachtungen des Vorranges. „Wir haben außerdem in 5,14 Prozent der Fälle eine überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache festgestellt. Das bedeutet zwar eine Senkung von 1,64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, erklärt Julitta Gotzner, Leiterin der Direktion Verkehr. „Doch noch immer ist das eine Ursache für besonders schwere Unfälle – es kommt zu höheren Sachschäden und häufig auch zu schwerwiegenderen Verletzungen bei den Opfern eines Verkehrsunfalls. Deshalb behalten wir dieses Thema im Fokus.“ Im gesamten Stadtgebiet finden deshalb zu jeder Tag- und Nachtzeit geplante wie auch spontane Kontrollen statt. Die Bevölkerung soll für das Thema sensibilisiert werden, indem es verstärkt in den sozialen Medien sowie in den lokalen Radiosendern und der Tagespresse aufgegriffen wird.

Unfallfluchten – hohe Aufklärungsquote

Ein negativer Trend zeigt sich bei der Anzahl der Unfallfluchten. Im Jahr 2017 sind 1.673 Fahrzeugführer nach einem Verkehrsunfall weitergefahren, ohne diesen zu melden. Das ergibt einen Anstieg von 19 Flüchtigen im Vergleich zum Vorjahr. Bei Fluchten mit Personenschaden flüchteten 75 Fahrer, im Vorjahr waren es noch 53. Jedoch kann die Polizei Oberhausen hier auf die sehr gute Aufklärungsquote verweisen, die bei 76 Prozent liegt. „Das liegt nicht zuletzt auch an den verbesserten technischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen und die wir ausschöpfen“, erklärt Julitta Gotzner.

Alkohol und Drogen im Straßenverkehr – leider immer noch ein Thema

Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkohol oder Drogen lag im vergangenen Jahr im Durchschnitt der letzten Jahre bei 85 (im Vorjahr 86). Bei diesem Thema setzt die Polizei Oberhausen auf Kontrollen und auf vielfältige Maßnahmen, um den Fahrerinnen und Fahrern die Gefahren bewusst zu machen. Die Beamten haben ein geschultes Auge und können die Fahrer noch vor Ort auf Alkohol- oder Drogenkonsum testen. Gleichzeitig steht auch die Sensibilisierung für dieses Thema im Vordergrund.

Präventionsarbeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Einen wichtigen Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit bildet die Präventionsarbeit. Um die Senioren über die Risiken im Straßenverkehr, speziell in der dunklen Jahreszeit zu informieren und sie vor Unfällen zu schützen, sind die Seniorensicherheitsberater der Polizei aktiv. Im Jahr 2017 wurden 14 Veranstaltungen organisiert, an der mehr als 800 Senioren teilgenommen haben.

Des Weiteren ist die Zahl der verletzten Kinder von 66 im Jahr 2016 auf 85 gestiegen. Bei passiver Verkehrsbeteiligung, also beispielsweise als Mitfahrer, ist die Zahl von 18 auf 36 gestiegen. Für die Polizei ist das ein Ansporn, weiterhin in die Verkehrserziehung der Kleinsten zu investieren. Das geschieht zum Beispiel in Form von Fußgängerführerscheinen oder Fahrradführerscheinen. Die Kompetenzen der Kinder im Straßenverkehr werden gestärkt und ihre altersbedingten Defizite können ausgeglichen werden. Ein Schlüssel dafür sind am Ende aber auch Eltern und Erwachsene im privaten Umfeld. „Sie haben eine Vorbildfunktion inne, die ihnen manchmal vielleicht selbst nicht so bewusst ist. Die Erwachsenen prägen mit einer umsichtigen und regelkonformen Fahrweise die Kinder und tragen entscheidend dazu bei, dass diese sich sicher im Straßenverkehr bewegen“, fasst die Direktionsleiterin zusammen.