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Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik

Verkehrsbericht 2016
Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik
2016 weniger Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt
Am 20. Februar 2016 stellte Polizeipräsident Ingolf Möhring gemeinsam mit dem Direktionsleiter Verkehr Jürgen Fix den "Verkehrsbericht Oberhausen 2016" vor. Der Bericht beschreibt unterschiedliche Entwicklungen und Tendenzen und erläutert polizeiliche Maßnahmen.

Die Entwicklung in Schlagzeilen

  • Anzahl der Verkehrsunfälle annähernd konstant

  • Minimaler Anstieg der Sachschadenunfälle

  • Unfälle mit Verletzten leicht gestiegen

  • Unfälle mit Ursache Geschwindigkeit gehen zurück

  • Konzepte zur Senkung der Geschwindigkeitsunfälle wirken
     

  • Anzahl der Verunglückten leicht gestiegen

  • Weniger Kinder verletzt

  • Mehr verletzte Senioren in 2016

  • Anzahl verletzter Kradfahrer leicht angestiegen - Zweiradfahrer eher gefährdet
     

  • Starker Rückgang der verunglückten Radfahrer

  • Signifikant weniger Rad fahrende Kinder verletzt

  • Erheblich weniger Rad fahrende Senioren verletzt
     

  • Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkohol annähernd konstant

  • Rückgang der Verkehrsunfälle unter Alkohol und Drogen bei jungen Erwachsenen (18-24)
     

  • Anzahl der Unfallfluchten gleichbleibend

  • Aufklärungsquote liegt im Durchschnitt der letzten Jahre

Einen Zehn-Jahrestiefstand gibt es bei den Verkehrsunfällen mit der Hauptunfallursache Geschwindigkeit 69 Unfälle wurden mit dieser Hauptunfallursache registriert (143). Fehler beim Abbiegen und Wenden sind mit einem Anteil von fast 50% die häufigste Hauptunfallursache. Vorfahrtsverstöße und Missachtungen des Vorranges waren bei knapp 14% der VU ausschlaggebend. Zu berücksichtigen ist dabei, dass bei einem VU oft mehrere Unfallursachen eine Rolle spielen.

Auch wenn die Geschwindigkeit nicht Hauptunfallursache ist, wirken sich höhere Geschwindigkeiten bei den Unfallfolgen entsprechend schwerer aus. Es kommt zu höheren Sachschäden und/oder zu mehr Verletzten. Deshalb bleibt die Überwachung der Geschwindigkeit weiterhin eine wichtige Aufgabe der Polizei

Immer wieder besonders gefährdet sind Zweiradfahrer und Fußgänger. Sie sind besonderen Gefahren ausgesetzt, weil sie keine besonderen Sicherheitssysteme wie Pkw zur Verfügung haben. Hinzu kommt oft eigenes Fehlverhalten, das bei einem Unfall dramatische Folgen haben kann.

Die geplanten Geschwindigkeitsmessstellen kündigt die Polizei Oberhausen regelmäßig im Internet, dem Presseportal und den sozialen Medien an. Darüber werden im gesamten Stadtgebiet zu jeder Zeit weitere Messungen durchgeführt. Durch den entstehenden Kontrolldruck kann die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Oberhausener Straßen gesenkt werden.

Fokus bleibt auf Geschwindigkeit und Handynutzung

Im Bereich Repression werden die Geschwindigkeitsmessungen fortgesetzt. Denn mehr Sicherheit bedingt unverändert eine nachhaltige Reduzierung des Geschwindigkeitsniveaus. Bei allgemeinen Verkehrskontrollen legen wir den Schwerpunkt auch auf die illegale Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr.

Der Verkehrsunfallprävention kommt eine besondere Bedeutung zu, insbesondere zur Sensibilisierung für die Gefahren im Straßenverkehr wie auch zur Förderung normgerechten Verhaltens. Die Kampagne gegen Ablenkung durch Handys „Lenk dich nicht app!“ ist gestartet.

Anzahl der Verunglückten leicht gestiegen

Die Anzahl aller Unfälle mit Verletzten in 2016 um 24 auf 611 leicht gestiegen (587). Bei einem Unfall kann es mehrere Verletzte geben. 2016 beträgt die Gesamtzahl an Verletzten 749 (726). Weiter auffällig ist ein Anstieg der Schwerverletzten um 13 auf 84 (+18,3 %) in den Altersgruppen Senioren und den 15 bis 24-Jährigen, die aktiv an der Unfallursache beteiligt waren.

Weniger Kinder verletzt

Im Vergleich zum Vorjahr wurden weniger Kinder bei Unfällen verletzt (66 statt 71 im Vorjahr). Insgesamt stieg die Anzahl der Unfälle mit Kindern um fünf auf 51 an (46). Seit Jahren sind Kinder eine wesentliche Zielgruppe im Bereich der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit. Sie beginnt bereits im Kindergarten und erstreckt sich anschließend über die Grundschule bis hin zu den weiterführenden Schulen (siehe Teil III, Prävention).

Mehr verletzte Senioren in 2016

Die Anzahl aller verunglückten Senioren ist im Vergleich zum Vorjahr von 84 (2015) auf 104 (2016) angestiegen. Die Gesamtzahl alle Verkehrsunfälle mit Senioren hat sich um drei auf 311 verringert. Bei aktiver Verkehrsbeteiligung hat sich die Anzahl um acht Verletzte erhöht, bei den Radfahrern um sechs. In den meisten Fällen waren Senioren nicht die Verursacher. In einigen wenigen Fällen kam es nach Fehlern beim Abbiegen/Wenden und nach Vorfahrt/Vorrang-Verstößen zu Unfällen.

Aktive Verkehrsbeteiligung der verunglückten Senioren als:

  •     Fußgänger 26
  •     Radfahrer 22
  •     Pedelec 3
  •     Kleinkraftrad (Versicherungskennzeichen) 2
  •     Kraftrad 2
  •     Pkw 27
  •     Sonstige 1

Von den verunglückten Senioren waren 83 aktiv am Unfall beteiligt. In 27 Fällen wurden diese Senioren als Verursacher geführt.