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Langfinger aufgepasst!

Langfinger aufgepasst!
Vorsichtig sein - dazu rät die Polizei deshalb besonders am Jahresende, da Taschendiebe in der Vorweihnachtszeit häufig zuschlagen.
In Oberhausen hat es in diesem Jahr (Januar – September) schon mehr als 340 Taschendiebstahlsfälle gegeben. Die Polizei will es den Taschendieben jetzt noch schwerer machen.

Vorsichtig sein - dazu rät die Polizei deshalb besonders am Jahresende, da Taschendiebe in der Vorweihnachtszeit häufig zuschlagen. Tatorte sind dabei meist Plätze, an denen sich möglichst viele Menschen aufhalten. Zum Beispiel: Bahnhöfe, öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufszentren und Lebensmitteldiscounter, aber auch Weihnachts- oder Wochenmärkte sowie viele weitere Veranstaltungen.

In Oberhausen sind im Jahr 2017 insgesamt 607 Menschen Opfer von Taschendiebstahl geworden, wobei die Dunkelziffer erheblich höher liegen dürfte. Denn nicht alle zeigen das auch an. Sei es aus Betroffenheit oder weil man meint, dass die Möglichkeit den Täter zu schnappen, sehr gering sei. Auch versuchte Taschendiebstähle werden noch viel zu selten angezeigt. Die Aufklärungsquote lag in Oberhausen in 2017 bei 8,73 Prozent.

Oft agieren die Täter in Banden

Die Tatverdächtigen betreten die Geschäfte immer mit einigem Abstand zueinander. Jeder weiß, was er zu tun hat: Während der erste das Opfer ablenkt, stiehlt ein Komplize die Geldbörse und Wertgegenstände aus der Tasche oder einem Kleidungsstück. Eine dritte Person nimmt dann die Börse entgegen und leert diese.

Achtung Ablenkung!

Die Ablenkung erfolgt mittels einer Frage, eines Gesprächs oder auch durch Anrempeln. Zielgruppen sind insbesondere auch ältere Menschen, bei denen vermutet wird, dass sie ihre EC-Karte zusammen mit der PIN mit sich führen.

Der Diebstahl kann in zweifacher Hinsicht fatal sein: Zum einen werden die Betroffenen zunächst Opfer des eigentlichen Taschendiebstahls und anschließend Opfer des betrügerischen Abhebens am Geldautomaten mit der entwendeten EC-Karte.

Tätergruppierungen spähen gezielt ältere Menschen bei Barabhebungen aus, um sowohl das Bargeld als auch zusätzlich die EC-Karte zu erbeuten.

Sicherheitstipps

  • Führen Sie Bargeld, Kredit- und Bankkarten am Körper verteilt mit sich, möglichst in verschlossenen Innentaschen, Gürteltaschen oder Brustbeuteln.
  • Nehmen Sie an Bargeld, Bankkarten und Wertgegenständen immer nur das mit, was Sie wirklich benötigen.
  • Notieren Sie niemals die vierstelligen PIN-Codes von Geld- und Kreditkarten sowie Mobiltelefonen, sondern lernen Sie diese auswendig.
  • Tragen Sie Hand- oder Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper und halten Sie diese stets verschlossen.
  • Lassen Sie Taschen und Wertgegenstände niemals unbeaufsichtigt.
Termine in der Taschendiebstahl-Aktionswoche 7. - 13.11.2018

Mittwoch, 7.11.2018

11:00 – 13:00 Uhr
Informationsstreife Sterkrader Markt

15:00 Uhr
Pressetermin zur Eröffnung der Aktionswoche (STOAG Trasse Centro)


Freitag, 9.11.2018

10:00 - 12:00,
Osterfelder MarktInformationsstand und -streife

12:00 – 14:00 Uhr, Streife in öffentlichen
Verkehrsmitteln und am Busbahnhof Sterkrade


Samstag, 10.11.2018

10:00 – 12:00 Uhr
Informationsstreife, Sterkrader Markt und Busbahnhof


Montag, 12.11.2018

10:00 – 12:00 Uhr
Informationsstand und -streife, Hauptbahnhof

13:00 – 15:00 Uhr
Informationsstreife, Marktstrasse


Dienstag, 13.11.2018

11:00 – 13:00 Uhr
Informationsstreife, Osterfelder Markt


 

Nach einem Taschendiebstahl

  • Erstatten Sie immer Strafanzeige, auch wenn es nur zu einem versuchten Diebstahl gekommen ist.
  • Die Polizei wird Ihre entwendeten Kredit- bzw. Bankkarten für das elektronische Lastschriftsystem sperren lassen.
  • Sperren Sie zusätzlich entwendete Kredit- bzw. Bankkarten und Mobiltelefone unverzüglich über die einheitliche Sperr-Notruf-Nummer 116 116.
  • Informieren Sie zusätzlich und unverzüglich Ihr Geldinstitut.
  • Sperren Sie die SIM-Karte Ihres Mobiltelefons sofort bei Ihrem Netzbetreiber. Das gilt auch für Prepaid-Karten.
  • Melden Sie den Diebstahl von Ausweisen, Führerschein etc. unverzüglich den zuständigen Ämtern.
  • Ihre Kriminalprävention, sowie die Seniorensicherheitsberater geben Ihnen gerne weitere Informationen dazu unter 0208 826-4511.

Vorbeugen bevor das Handy weg ist:

  • Notieren Sie sich die Handymarke, das Modell, die SIM- Kartennummer, die Hotline des Netzbetreibers, Ihre Kundennummer und die IMEI-Nummer. Diese finden Sie auf dem Aufkleber hinter dem Akku, auf der Verpackung oder bei Eingabe der Zeichenfolge:* # 06 # (nicht alle Handys unterstützen diese Funktion). Bewahren Sie Ihre Notizen zusammen mit dem Kaufbeleg gut auf und führen Sie gegebenenfalls ein Duplikat im Portmonee mit. Für Ihre Notizen können Sie auch den beiliegenden Handypass nutzen.